Neue Gewerb­eabfall­verordnung – wer ist betroffen?

Über 3,5 Millionen Unternehmen insgesamt betroffen

In Deutschland gibt es gut 3,6 Mio. Unternehmen. Jedes dieser Unternehmen produziert Abfall und unterliegt somit ganz grundsätzlich den Regularien der neuen Gewerbeabfallverordnung. In jedem einzelnen Fall ist der Abfallerzeuger in der Pflicht zu prüfen, inwieweit er die getrennte Sammlung und Erfassung seiner Abfälle sicherstellen und dokumentieren muss.

Mehr als eine halbe Million Handwerks- und Gewerbebetriebe müssen ihre Entsorgung übeprüfen

Eine Vielzahl auch dieser Unternehmen wird von den Gesetzesänderungen zum 01.08.2017 betroffen sein, denn die Gewerbeabfallverordnung definiert gewerbliche Siedlungsabfälle u.a. als Abfälle, die nach Art, Zusammensetzung, Schadstoffgehalt und Reaktionsverhalten mit Abfällen aus privaten Haushalten vergleichbar sind.

Produktionsspezifische Abfälle können als gewerbliche Siedlungsabfälle gelten

Es kommt auf die Vergleichbarkeit an. Und damit ist eine Vielzahl industrieller Abfälle betroffen. In der Begründung zur Verordnung wird die Reichweite der Novelle deutlich. Es ist unbestritten, dass Abfälle aus Metall in privaten Haushaltungen anfallen. Die Abfallart ist mit dem Abfallschlüssel 200140 gekennzeichnet. Metallspäne, die in Handwerks- oder Gewerbebetrieben anfallen, gelten somit auch als gewerbliche Siedlungsabfälle. Gleiches gilt z.B. auch für Fehlchargen aus Metall. Der Rohstoffwert dieser Chargen spielt bei der Abfalleigenschaft übrigens keine Rolle.

Ausnahmetatbestände prüfen

Unter bestimmten Bedingungen kann vom Grundsatz der getrennten Sammlung abgesehen werden. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn ein Unternehmen nachweisen kann, dass es 90% (Masse) seien Abfälle getrennt erfasst und verwertet. Dies muss dann allerdings jährlich von einem Sachverständigen geprüft und testiert werden.

Betroffenheit prüfen – Dokumentation online erstellen

Eine einfache Prüfung ermöglicht das CloverWebDesk. Online einen kostenlosen Check der Abfallsituation durchführen und die Entsorgung bei Bedarf optimieren und dokumentieren.