Verpackungsentsorgung genügt nicht, um die Gewerbeabfallverordnung zu erfüllen

Verpackungen vom übrigen Abfall zu trennen ist seit Jahren geübte Praxis. Zuhause wie in Unternehmen. Doch Vorsicht. Wer glaubt mit der getrennten Sammlung und Entsorgung von gewerblich anfallenden Transport- oder Verkaufsverpackungen alleine bereits die Pflichten der neuen Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV) zu erfüllen, der irrt.

Verpackungen sind nicht Bestandteil der Dokumentationspflicht

Richtig ist vielmehr, dass die Pflichten aus der Verpackungsverordnung (VerpackV) und der GewAbfV nebeneinander bestehen. Die Dokumentation einer regelgerechten Verpackungsentsorgung wäre zur Dokumentation der Getrennthaltepflicht für Gewerbeabfälle nicht nur unzureichend, sondern auch überflüssig. Mit der Novelle der Verordnung nehmen die Aufsichtsbehörden vor allem das Entsorgungsverhalten für Abfälle unter die Lupe, die als gewerblicher Siedlungsabfall gelten. In vielen Fällen können das auch Produktionsreste sein.

Abfallgemische nur noch in Ausnahmefällen

Unternehmen, die bei der Verpackungsentsorgung schludern – und diese beispielsweise zusammen mit Produktionsresten als Abfallgemisch entsorgen lassen – kommen in die Bredouille. Oder besser formuliert: Sie laufen Gefahr ordnungswidrig zu handeln, denn genau diese Praxis soll mit der Novelle der Verordnung möglichst verhindert werden. Solche Betriebe müssen zukünftig erklären, warum ihnen die getrennte Sammlung ihrer Abfälle technisch nicht möglich oder wirtschaftlich nicht zumutbar ist. Einen solchen Nachweis zu erbringen dürfte bei konsequenter Auslegung der neuen Regeln schwierig sein.

Komplizierte Regeln einfach überprüfen

Die ab dem 01. August 2017 geltende Gewerbeabfallverordnung kennt jedoch auch Ausnahmen. Ob diese für Ihr Unternehmen gelten, können Sie einfach und kostenlos hier mit unserer Betroffenheitsprüfung herausfinden.